17 Ağustos 2016 Çarşamba

6. Einige Wunder aus dem Leben des Propheten Muhammad (s.a.w.s)

6. Einige Wunder aus dem Leben des Propheten Muhammad (s.a.w.s)

Es gibt eine Anzahl von Wunder, die der Prophet (s.a.w.s) während seines Lebens vollbringen durfte. Wie schon vorher erwähnt, ist die Offenbarung des Qur’an und der Qur’an selbst das größte dieser Wunder. Der hervorragende Charakter des Propheten, seine Taten und sogar seine Hadithe sind alles Wunder. Es gibt einige andere Wunder, die während des Lebens des Propheten (s.a.w.s) vollbracht, und im Qur’an und der Seerah (die Biographie des Propheten) beschrieben wurden. Nachfolgend ist eine Auswahl einiger dieser wunderbaren Ereignisse.

Die Nachtreise des Propheten (s.a.w.s) und die Auffahrt zu den Himmeln (al-Isra’ wa’l-Mi’raj)

Sidrat al-Muntaha: The border at which the knowledge of created things ends and which it cannot pass.
The Qubbat al-Sakhra (Dome of the Rock), built on the Hajar Muallaq stone
Eines der bedeutendsten Wunder, die im Leben des Propheten (s.a.w.s) vollbracht wurden war die al-Isra’ wa’l Mi’raj (Die Nachtreise und die Auffahrt zum Himmel), welche ungefähr 17 Monate vor der Hijrah stattfand. Die Nachreise (Isra') ist in dem ersten Vers der Sure al-Isra beschrieben:
Gepriesen sei Der, Der seinen Diener des Nachts von der unverletzlichen Moschee zur fernsten Moschee führte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm einige von Unseren Zeichen zu zeigen. Wahrlich, Er ist der Hörende, der Schauende. (Sure al-Isra: 1)
Gemäß dem Hadith schlief der Prophet (s.a.w.s) neben der Ka’bah (Kaaba) als ihm Jibril (Gabriel) erschien, setzte ihn auf ein weißes Tier, halb Maultier, halb Esel, Buraq genannt, und brachte ihn von der Masjid al-Haram zur der Masjid al-Aqsa. Die Masjid al-Haram ist die große Moschee in Makkah und die Masjid al-Aqsa ist die Moschee in Jerusalem (das Wort aqsa bedeutet weitest); die Entfernung zwischen diesen zwei Orten beträgt ungefähr 1235 Kilometer.
Der Prophet (s.a.w.s) begab sich von der Masjid al-Aqsa auf die zweite Etappe seiner Reise – die Auffahrt zu den Himmeln (Mi’raj) zu den Sidrat al-Muntaha (Lote-Baum der obersten Grenze) und, gemäß dem Hadith, jenseits von dort zur Gegenwart Gottes, gepriesen sei Er, und seine Begegnung mit Ihm. Ibn Kathir sagte, dass wenigstens fünfundzwanzig seiner Gefährten übermittelten die Erzählung von der Nachtreise des Propheten (s.a.w.s) aber diese Anzahl könnte auch fünfundvierzig gewesen sein. Die als die Verläßlichsten anerkannten Erzählungen sind die von Anas ibn Malik, Abu Hurayrah, Abu Sa'id al-Khudri, Malik ibn Sa'sa', Abu Dharr al-Ghifari, Abdullah ibn 'Abbas, Abdullah ibn Mas'ud und Umm Hani.
The Hajar Muallaq: The sacred stone upon which our Prophet (saas) stepped when he ascended to Mi'raj.
Der Hadith gibt sehr detaillierte Informationen über das, was der Prophet (s.a.w.s) während seiner Mi’raj sah. In einem anderen Hadith der Muslime, erzählt von Anas ibn Malik, erfahren wir von den Begebenheiten, die sich während seiner wundersamen Reise ereignet haben. Als der Prophet (s.a.w.s) mit Jibril (Gabriel) zu den Himmeln auffuhr, begegnete er die Propheten Adam (a.s), ‘Isa (a.s), Yahya (a.s), Yusuf (a.s), Idris (a.s), Harun (a.s), Musa (a.s) und Ibrahim (a.s). Er kam dann zum Sidrat al-Muntaha und erhielt eine Offenbarung (Sure al-Baqara: 285).Von dort brachte man den Propheten (s.a.w.s) zu Gott und es war dort, wo er das Gebot, dass Muslime beten (salah) müssen, erhielt.
Above: Our Prophet's (saas) miraculous journey was from the al-Haram al-Sharif in Mecca to the Masjid al-Aqsa in Jerusalem
Der Qur’an beschreibt ebenfalls die Auffahrt des Propheten (s.a.w.s) zum Sidrat al-Muntaha:
Und wahrlich, er sah ihn noch ein zweites Mal. Bei dem Lotosbaum am äußersten Ende. Neben dem Garten der Geborgenheit, Als den Lotosbaum verhüllte, was ihn verhüllte. Da wich der Blick nicht aus, noch schweifte er ab. Wahrlich, er sah einige der größten Wunder seines Herrn! (Sure an-Nadschm: 13-18)
Nach seiner Rückkehr erzählte der Prophet (s.a.w.s) den Quraysh die Begebenheiten der vorangegangenen Nacht. Die Ungläubigen und sogar einige schwächere Muslime zweifelten an dem Wunder des Mi’raj und wandten sich an Abu Bakr mit grundlosen Anschuldigungen gegen den Propheten (s.a.w.s). Als die Ungläubigen Abu Bakr fragten, ob er die Erzählung der Nachtreise glaubte und ob er weiterhin an den Propheten (s.a.w.s) glaubte, sagte er: “Wenn er es sagte, ja, dann glaube ich ihm.” Für seine Treue in dieser Beziehung gab der Prophet (s.a.w.s) Abu Bakr den Titel al-Sidd (Vollkommen Treuer).
Die Ungläubigen befragten den Propheten (s.a.w.s), um herauszufinden, ob er die Wahrheit spricht. Er war in der Lage, alle ihre Fragen vollständig zu beantworten. Hier sind die Berichte darüber im Hadith:
Sie sagten: “Kannst du uns die Masjid al-Aqsa beschreiben?”. Einige von ihnen waren dort und haben sie gesehen.
Say: "If you love Allah, then follow me and Allah will love you and forgive your sins. Allah is Ever-Forgiving, Most Merciful."
(Surah Al 'Imran: 31)
External view of the Qubbat al-Sakhra (Dome of the Rock).
Der Prophet sagte: “Ich begann die Moschee zu beschreiben. Bei der Schilderung einiger Stellen bekam ich Zweifel. Umgehend wurde die Moschee gebracht und vor das Haus des Iqal oder Aqil gestellt. Ich schaute darauf und begann die Moschee zu beschreiben.
Nach der Ansprache des Propheten sagten sie: “Was die Beschreibung betrifft, bei Gott, sie war zutreffend!”  (Imam Ahmad, Musnad)
“Ich erinnere mich, als ich auf der al-Hijr war und die Quraysh mich über die Nachtreise befragten. Sie fragten mich Dinge über das Bayt al-Maqdis, aber ich war nicht sicher ... Dann gab mir Gott das Bayt al-Maqdis zu sehen und da war nichts, was sie mich fragten, worüber ich nicht berichtet habe.17
The land on which the Qubbat al-Sakhra and the Masjid al-Aqsa stand is sacred to all Muslims
Trotzdem weigerten sich die Ungläubigen an das Wunder der Auffahrt zu glauben und wollten Beweise. Mit Gottes Hilfe war der Prophet (s.a.w.s) in der Lage, ihnen die geforderten Beweise zu bringen und sie konnten das nicht verleugnen.
Qaba
Sie sagten zu dem Propheten, “Was ist dein Beweis?” Der Prophet antwortete: “Ich begegnete eine Karawane, die den Quraysh gehörte. Das war dort und dort. Die Karawane fürchtete sich vor uns und änderte die Richtung. In der Karawane gab es ein Kamel, beladen mit einem schwarzen und weißen Sack, dieses Kamel schrie plötzlich und fiel zusammen. Als die Karawane zurückkam fragten sie, was passierte und sie beschrieben den Zwischenfall so wie der Prophet es tat. ”18
Die Nachtreise und die Auffahrt (Isra’ wa Mi’raj) war eines der großen Wunder, die der Prophet (s.a.w.s) wirkte und es verlieh seiner Botschaft viel Stärke. Die Ereignisse selbst waren große Wunder so wie die Tatsache, dass Gott Seinem Gesandten half, die Zweifel der Ungläubigen zu beseitigen. Auf diese Weise wurde der Prophet (s.a.w.s) als ehrlicher Mensch gesehen.

Gott spaltete den Mond für den Propheten (s.a.w.s) in zwei Teile

Der Prophet (s.a.w.s) durfte ein anderes außergewöhnliches Wunder vollbringen, bei welchem der Mond, so wie es im Qur’an geschrieben steht, in zwei Teile geteilt wurde.
Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond. (Sure al-Qamar: 1)
Der Satz “und der Mond wurde gespaltet” (wa’nshaqqa al-qamar) ist ein Verbalsatz, der aus den Worten “spalten” und “Mond” besteht. Das Verb “spalten” leitet sich von der arabischen Wurzel ab, die “teilen” im Sinn “des Erscheines einer Pflanze, nachdem die Erde gepflügt wurde”, bedeutet. In diesem Sinn bedeutet “teilen” soviel wie “geteilt werden”, “in Stücke geschnitten werden” oder “getrennt werden”.
The Hour has drawn near, and the Moon has split.
(Surat al-Qamar: 1)
Die Geschichte der Teilung des Mondes wird in den Werken der großen Gelehrten des Hadith, so wie Imam al-Bukhari, Imam Muslim, at-Tirmidhi, Ahmad ibn Hanbal, Abu Dawud, Al-Hakim, Al-Bayhaqi, und Abu Nu'aym erzählt.19
Abdullah ibn Mas'ud (sagte): “Wir waren in Mina mit dem Gesandten Gottes, als sich der Mond in zwei Teile teilte. Ein Teil befand sich jenseits des Berges und der andere befand sich auf dieser Seite des Berges. Der Gesandte Gottes sagte zu uns: “Bezeuge dies.” (Muslim)
Abdullah ibn Mas'ud berichtete, dass der Mond während des Lebens des Propheten in zwei Teile gespaltet war. Der Berg bedeckte einen seiner Hälften und der andere Teil befand sich über dem Berg und Gott sagte: “Bezeuge dies.” (Muslim)
Während des Lebens des Propheten Gottes war der Mond in zwei Teile geteilt; ein Teil blieb über dem Berg und der andere Teil befand sich jenseits des Berges. Daraufhin sagte der Gesandten Gottes, “Bezeuge dieses Wunder”. (Al-Bukhari)
In der Tat, es waren die Menschen aus Makkah, die vom Propheten (s.a.w.s) ein klares Zeichen Gottes verlangten, und der Prophet (s.a.w.s) hat, mit der Einwilligung Gottes, ihnen die Spaltung des Mondes gezeigt:
Die Menschen von Makkah verlangten vom Gesandten Gottes ein Zeichen zu zeigen (Wunder) und er zeigte ihnen zweimal die Spaltung des Mondes. (Muslim)
Trotz der klaren und unbestreitbaren Art dieses Wunders stellten es die Götzendiener der Quraysh in Abrede und weigerten sich zu glauben. Sie konnten jedoch nicht bestreiten, was sie gesehen haben und deswegen beschlossen sie, dieses Wunder zu diffamieren, indem sie es Hexerei oder Zauberei nannten:
Doch wenn sie ein Zeichen sehen, wenden sie sich ab und sagen: "Ewige Zauberei!" Und sie leugnen und folgen ihren Begierden. Dabei steht alles schon fest. (Sure al-Qamar: 2-3)
Würden sie doch sagen: "Unsere Blicke sind (nur) berauscht! Ja, wir sind bestimmt verzauberte Leute!" (Sure al-Hidschr: 15)
Bediuzzaman Said Nursi erzählte, dass dieses Wunder von vielen Gefährten bezeugt wurde, und er berichtete uns, wie ohnmächtig die Götzendiener angesichts dieses Geschehens waren.
Unter seinen größten Wundern ist die Spaltung des Mondes ein mutawatir [überliefert bei so vielen Menschen in jeder Generation, dass ein Zweifel unmöglich erscheint]. Diese Wunder wurde duch zahlreiche Wege erzählt, bis zu Grad des tawatur, und durch die führenden Gefährten wie Ibn Mas'ud, Ibn 'Abbas, Ibn 'Umar, 'Ali, Anas und Hudhayfah. Außerdem verkündete der Qur’an dieses höchste Wunder der ganzen Welt:
Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond. (Sure al-Qamar: 1)
Selbst starrköpfige Ungläubige dieser Zeit konnten diesen Vers nicht verleugnen; alles was sie sagten war, “Es ist Zauberei”. Demnach waren sogar Ungläubige der Spaltung des Mondes gewiss.20
Nursi setzt fort mit der Erklärung des Grundes der subtilen Art dieses Wunders:
Wunder werden vollbracht, um den Anspruch auf das Prophetenamt zu bestätigen und Verleumder zu überzeugen, jedoch nicht, um sie zum Glauben zu zwingen. Dieses Wunder wurde benötigt, um jene zu überzeugen, die schon von dem Prophetentum Muhammad’s gehört haben, damit es von anderen Seiten der Welt gesehen werden kann, oder um es in einer unbestreitbaren und eindeutigen Weise zu zeigen. Es wäre deshalb entgegengesetzt der Allwissenheit des Schöpfers und der Zweckbestimmung des Menschens im Universum, nämlich den Weg für den Geist zu öffnen, ohne den freien Willen einzuschränken. Wenn der Allwissende Schöpfer, in Übereinstimmung mit den Launen der materialistischen Philosophen, den Mond für einige Stunden in der selben Stellung gelassen hätte, um es der ganzen Welt zu zeigen, und wenn diese Tatsache dabei von allen Historikern aufgezeichnet worden wäre, hätte man es als eines der astronomischen Vorkommnisse behandelt, ohne Bezug auf die Berufung Muhammad’s als Gesandten und ohne Berücksichtigung eines Beweises für sein Prophetenamt. Oder wäre es ein derart offensichtliches Wunder gewesen, dass es den Glauben aufgezwungen, und demnach den freien Willen unterbunden hätte.
Die Konsequenz wäre gewesen, dass Kohle und Diamant (oder Abu Jahl und Abu Bakr) das selbe gewesen wäre und die Funktion des Menschen im Universum wäre verloren gewesen ...21

Bäume antworteten dem Propheten (s.a.w.s)

Es gibt eine Anzahl von Hadithen, die beschreiben, wie Bäume dem Propheten (s.a.w.s) gehorchten und auf seine Fragen antworteten. Zum Beispiel bezeugte ein Mimosenstrauch die Einheit Gottes und das Prophetentum Muhammad’s (s.a.w.s), nachdem der Prophet (s.a.w.s) selbst ihn dazu aufgefordert hat.
Ibn ‘Umar sagte: “Wir waren mit dem Gesandten Gottes auf einer Reise, als ein Beduine des Weges kam, und er fragte ihn: “Beduine, wohin gehst du?” Er antwortete: “Zu meiner Familie.” Er sagte: “Willst du etwas Gutes tun?” Der Mann fagte: “Was ist es?” Der Prophet sagte: “Dass du bezeugst, dass es nur einen Gott alleine gibt, ohne Partner und dass Muhammad sein Sklave und Gesandten ist.”. Der Beduine fragte: “Wer wird bezeugen, was du sagst?” “Dieser Mimosenstrauch.” Der Strauch bewegte sich vom Rand des Flußbettes, die Erde zerfurchend, bis er vor ihm stand und er forderte von ihm dreimal, das Zeugnis abzulegen. Der Strauch tat so und kehrte an seinen Platz zurück. (Ad-Darimi, al-Bayhaqi and al-Bazzar)22
Sogar die unbelebten Felsen grüßten den Propheten (s.a.w.s), wenn er vorbei kam und bezeugten seine Stellung als Gesandter Gottes.
Ali und andere erzählten: Einst spazierte ich mit dem Propheten in der Umgebung von Makkah und ich bemerkte, dass kein Baum und kein Fels ihn vorübergehen ließen, ohne zu murmeln: Der Friede sei mit dir, Gesandten Gottes. (At-Tirmidhi)
Mit Gottes Erlaubnis bewegten sich die Bäume für die Bequemlichkeit und Behagen des Propheten (s.a.w.s). Der folgende Hadith ist einer von vielen, die sich darauf beziehen:
Ibn Furak erwähnte, dass der Prophet während des Ta’if Feldzuges in der Nacht reiste, als er schläfrig wurde. Ein Lote-Baum, der auf seinem Weg stand spaltete sich in zwei Hälften und ließ ihn dazwischen durchgehen. Die Stämme dieser Hälften verblieben bis heute und sind gut bekannt.23
Es gibt eine gutbekannte Geschichte des Propheten (s.a.w.s) ist, als er, gegen eine spezielle Palme gelehnt, sein Khutbah übergab. Als der minbar für ihn gebaut wurde und die Palme nicht länger benötigt wurde, ächzte und weinte sie aus Liebe zum Propheten (s.a.w.s):
Jabir ibn 'Abdullah sagte: “Die Moschee wurde aus den Stämmen der Palmen, mit einem daraufliegenden Dach gebaut. Als der Prophet zu den Menschen sprach, lehnte er sich gegen einen dieser Stämme. Als der minbar für ihn gebaut war, hörte er, wie aus dem Stamm ein Laut wievon einem Kamel kam.” (Al-Bukhari)24

Überfluß an Essen und Wasser

Gott erwies dem Propheten (s.a.w.s) während seines ganzen Lebens zahlreiche Wohltaten wie Überfluss und Fruchtbarkeit. Auf allem, was er berührte oder durch seine Anwesenheit ehrte war barakah durch den Willen Gottes. Es gibt Berichte in den Hadith vom, Überfluss an Nahrung und Wasser in der Gegenwart der Propheten (s.a.w.s), selbst wenn es eine augenscheinliche Knappheit gab.
Bei einer Gelegenheit gab es nicht genug Wasser für die Leute für ihr Wudu’, und dennoch konnten es viele Leute durch ein Wunder des Propheten (s.a.w.s) verrichten.
Anas ibn Malik sagte, “Ich sah den Gesandten Gottes zur Zeit des ‘Asr Gebets. Die Leute suchten Wasser für ihr Wudu’ und konnten keines finden, dann brachte man dem Gesandten Gottes etwas Wudu’-Wasser. Er legte seine Hand in das Gefäß und befahl den Leuten, Wudu’ daraus zu verrichten. Er fügte hinzu, “Ich sah das Wasser aus seinen Fingern fließen und alle, bis zum letzten Mann, verrichteten damit Wudu’.” (Muslim und al-Bukhari)25
Jabir ibn ‘Abdullah berichtet in einem Sahih Hadith, dass es bei einer anderen Gelegenheit in al-Hudaybiyah eine Knappheit an Wudu’-Wasser gab. Der Prophet (s.a.w.s) tauchte seine Finger in das Gefäß und einige 15.000 Menschen konnten davon ihr Wudu’ verrichten.26
Es gibt gleichartige Berichte wo tatsächlich Wasser zwischen den Fingern des Propheten (s.a.w.s) herausfloss.
Ibn Abbas berichtete: Auf einer Reise, als der Gesandten Gottes am Morgen erschien, war für die Truppe kein Wasser geblieben. Jemand sagte, “Prophet Gottes, die Armee hat kein Wasser!”
“Gibt es überhaupt nichts, auch nicht ein wenig?”
“Ja!”
Sofort brachte man eine Schale mit ein wenig Wasser. Der Prophet legte seine Finger an den Rand der Schale und öffnete sie. Wasser floß aus der rechten Seite seines Finger, wie aus einem Brunnen. Er befahl Bilal, die Leute zu rufen: “[Komm zu] dem gesegneten Wasser!” (Ibn Hanbal, al-Bayhaqi, Bazzar, at-Tabarani und Abu Nu'aym)27
Ziyad ibn al-Harith as-Suda'i erzählten: Der Prophet reiste: Er hielt vor dem Morgengrauen an. Er erschien und sagte zu mir: “Bruder des [Stammes der] Suda, gibt es hier etwas Wasser?”
“Nein, ausgenommen einer ganz kleinen Menge, die dir nicht genügen würde,” sagte ich.
“Gib es in eine Schale und bringe es mir,” befahl er.
Ich tat was er sagte. Er legte seine Hände in das Wasser. Ich sah, dass zwischen seinen zwei Fingern Wasser wie aus einer Quelle floss. Dann befahl er, “Ruf alle meine Gefährten, die Wasser benötigen!” Ich rief sie. Jeder nahm soviel Wasser wie er wollte. …
… Wir sagten: “Gesandten Gottes! Wir haben eine Quelle. Hier gibt es im Winter viel Wasser und wir werden es sammeln. aber im Sommer zieht sich das Wasser zurück und wir verteilen uns auf andere Quellen, rund umher. Wir wurden Muslime. Denndoch sind wir von Feinden umringt. Bitte bete zu Gott, dass Er das Wasser in unserer Quelle reichlicher macht. Auf diese Weise müssen wir uns nicht nach rechts und links verteilen, sondern können immer um unsere Quelle sein.”
Daraufhin verlangte er, dass man ihm sieben Steine bringe. Er rieb diese in seinen Händen und betete über ihnen. Dann befahl er: “Nehmt diese Steine und sobald ihr die Quelle erreicht habt, werft einen nach dem anderen hinein und nennt den Namen Gottes!” Wir taten was er uns auftrug. Nachher konnten wir nicht den Boden von ihr [er meinte die Quelle] sehen. (Al-Harith ibn Usamah in his Musnad, al-Bayhaqi und Abu Nu'aym)28
Ein anderer Hadith erzählt, dass aus der Stelle, wo der Prophet mit dem Fuß stieß, Wasser herausquoll.
‘Amr ibn Shu’ayb erzählte, dass er einmal in Dhu’l-Majaz hinter dem Propheten ritt, als Abu Talib zu ihm sagte, “Ich habe Durst und habe kein Wasser bei mir.” Der Prophet stieg ab, schlug mit seinen Füßen auf die Erde und Wasser kam heraus. Er sagte, “Trinke.”29
Auf die gleiche Weise erzählten seine Gefährten, dass bei Essen in Gegenwart des Propheten (s.a.w.s) niemals die Nahrung knapp wurde und dass sich jeder der Anwesenden satt erheben konnte:
In dem Hadith von Anas über die Hochzeit des Gesandten Gottes, sagte er, “Meine Mutter, Umm Sulaym, bereitete “hays” und ich gab sie in einen Topf und brachte sie zum Gesandten Gottes und er sagte: “Stelle ihn nieder und lade den Soundso ein und wen immer du triffst.” Ich lud alle ein und vergaß keinen, den ich traf, bis sie das Suffah (eine an die Moschee des Propheten in Madinah angebaute Veranda, wo arme Muslime normalerweise schlafen) den den Raum füllten. Der Prophet stelle den Topf vor sich hin und tauchte drei Finger hinein. Die Leute begannen zu essen und verließen dann den Ort. Das Gefäß verblieb so, wie es am Anfang war. Es waren einundsiebzig oder zweiundsiebzig Gäste. (Muslim and al-Bukhari)30
Bei einer anderen Gelegenheit bereitete Abu Ayyub nur genug Essen für den Propheten (s.a.w.s) und Abu Bakr. Er erzählte, dass der Prophet (s.a.w.s) ihm sagte, “Lade dreißig der Adeligen von Ansar ein.” Er lud sie ein und sie aßen und gingen dann. Später sagte er, “Lade sechzig weitere ein,” und dasselbe passierte. Dann sagte er, “Lade siebzig weitere ein,” und sie sättigten sich und es blieb noch etwas übrig. Keiner von ihnen ging ohne Muslim zu werden und huldigten ihm. Abu Ayyub sagte, dass insgesamt einhundertachtzig Männer von dem Speisen aßen. (At-Tabarani and al-Bayhaqi)31
Abu Hurayrah erzählte, dass der Prophet (s.a.w.s) ihn zu einer anderen Gelegenheit sagte, die Leute von Suffah zu laden. Er versammelte sie und ein Teller wurde vor sie gestellt und sie aßen was sie wollten und gingen danach. Das Essen blieb so, wie es serviert wurde, mit Ausnahme, dass die Spuren der Finger darauf blieben.32
Das sind gerade einige Beispiele der physischen Wunder, die Gott dem Propheten (s.a.w.s) gestattete. Es gab keinen Moment im Leben des Propheten (s.a.w.s), wo es keine Wunder gab. Es gab außergwöhnliche und doch unleugenbare einzelne Begebenheiten, so wie die Auffahrt zu den Himmeln und die Spaltung des Mondes, oder auch die häufiger erzählten Begenheiten wie die Bäume, die den Propheten (s.a.w.s) grüßten. Diese Wunder dienten um die Botschaft Gottes zu unterstützen; um die Entschlossenheit der Gläubigen zu stärken und um Ungläubige einzuladen, den Glauben anzunehmen. Da jedoch Gott den Menschen einen freien Willen gegeben hat, erwählte nicht jeder, der diese Wunder bezeugen konnte den Glauben. Niemals behauptete der Prophet (s.a.w.s), dass er die Macht hätte, diese Wunder zu vollbringen. Sie wurden dem Propheten (s.a.w.s) von Gott gewährt. Der Prophet (s.a.w.s) war ein gesegneter Mann und in seiner Gegenwart war eine große barakah, so wie wir bei dem Überfluss von Speise und Wasser gesehen haben. Es gab auch eine große barakah in seinen Gebeten für die Menschen.
Say: "Obey Allah and the Messenger." Then if they turn away, Allah does not love the unbelievers.
(Surah Al 'Imran: 32)

Fussnoten

22. Imam Ahmad, Musnad
23. Ibn Kathir, Tafsir of Qur'an with Hadiths (Istanbul: Cagri Publications, 1996), 9:4623.
24. Ibid., 4615.
25. Ilyas Celebi, Itikadi Açıdan Uzak ve Yakın Gelecekle İlgili Haberler, Kitabevi, Istanbul, March 1996, 161
26. Muslim
27. Muslim
28. Al-Bukhari
29. Muslim
30. Bediuzzaman Said Nursi, Risale-i Nur Collection, "The Letters: The Nineteenth Letter, Seventeenth Sign," www.risale-inur.com.tr/rnk/eng/letters/19letter.html.
31. Ibid.

7. Die Wirksamkeit der Gebete des Propheten (s.a.w.s)

7. Die Wirksamkeit der Gebete des Propheten (s.a.w.s)

Wie alle anderen Propheten hatte der Prophet Muhammad (s.a.w.s) eine innige Verbundenheit mit Gott; er war ein aufrichtiger Sklave mit tiefem Glauben und einer starken takwa. Gott erhörte seine Gebete und das ermöglichte seinen Gefährten und alle anderen um ihn, zahlreiche Wunder zu bezeugen.
Die Gebete (du’a) des Propheten Muhammad (s.a.w.s) hatten eine starke barakah und einige Hadithe beschreiben diese Gebete im Einzelnen und wie sie beantwortet wurden.

Die Gebete des Propheten um Regen (istisqaa) wurden von Gott erhört

In einem Hadith gibt es eine dataillierte Schilderung des Gebets des Propheten (s.a.w.s) um Regen und dessen Erhörung durch Gott.
Anas erzählte: Ein Mann ging am Freitag in die Moschee wo sich gerade der Prophet an die Leute wandte. Der Mann sagte: “Gesandter Gottes, unser Besitz wurde zerstört und wir haben keine Transportmöglichkeit zum Markt. Erbitte Regen für uns.” Der Prophet erhob seine Hände uns sagte: “Oh Gott, gib uns Regen. “Oh Gott, gib uns Regen. “Oh Gott, gib uns Regen. Bei Gott, zu dieser Zeit waren keine Wolken am Himmel und kein Haus oder Gebäude befand sich zwischen uns und dem Berg. Hinter dem Berg aber erhob sich eine Wolke, in Form eines Schildes. Mit der Zeit erreichte sie die Mitte des Himmels, sie brach auseinander und es begann zu regnen.  (Al-Bukhari und Muslim)
Anas ibn Malik erzählte: Ein Mann kam zum Gesandten Gottes und sagte, “Gesandter Gottes, unsere Tiere sterben und unsere Kamele sind zu schwach, um zu gehen, bete zu Gott.” Der Gesandte Gottes betete und es regnete von einem jumu’ah (Freitag) bis zum nächsten. (Malik’s Muwatta)
oder “... und es regnete von diesem bis zum nächsten Freitag.”  (Al-Bukhari)
Stand and face Him in every mosque and call on Him,
making your religion sincerely His.
(Surat al-A'raf: 29)

Gefährten, die die Wohltaten der Gebete des Propheten erhielten

Der Prophet war eine fürsorgende und barmherzige Person, die immer für die Gläubigen ein großes Interesse zeigte. Der Qur’an erwähnte dies:
Wahrlich, nun kam bereits ein Gesandter aus euerer Mitte zu euch. Schwer liegen euere Missetaten auf ihm. Fürsorglich ist er für euch! Gegen die Gläubigen (aber) ist er gütig und barmherzig. (Sure at-Tauba: 128)
In den Hadithen gab er viele Empfehlungen für ihre Gesundheit, Sicherheit und Glauben und er begegneten ihnen mit Mitleid und Barmherzigkeit. Er betete wegen vieler Dinge im Namen seiner Gefährten zu Gott. Im Qur’an sagt Gott folgendes über die Gebete des Propheten (s.a.w.s) zu Gunsten der Gläubigen:
... und bete für sie. Siehe, deine Gebete bringen ihnen Beruhigung. Und Gott ist hörend und wissend. (Sure at-Tauba: 103)
Demnach wissen wir aus dem Qur’an, dass die Gefährten Ruhe und Seelenfrieden durch die Gebete des Propheten (s.a.w.s) erhielten. Der Hadith erzählt uns, dass die Gebete erhört wurden, wenn der Prophet (s.a.w.s) um Gesundheit und ein langes Leben für einige seiner Gefährten betete. Wir erfahren z.B. von Ibn Kathir, dass die Gebete des Propheten (s.a.w.s) einige der Gefährten wieder jung machten:
Es wurde auch erklärt, dass jene Gefährten, für die der Prophet um ein langes Leben betete, hundert Jahre lebten.33
Er streichelte den Kopf eines anderen Gefährten und betete, Gott, mache ihn schön und gib, dass diese Schönheit lange anhält und das Gesicht dieses Gefährten blieb jung und hübsch bis er starb.34
Der Prophet betete auch für ihren materiellen Wohlstand.
Anas erzählte: Der Prophet sagte, “Oh Gott! Gib ihm (d.h. Anas) Besitz und Kinder und segne ihn.” Folglich bin ich einer der Reichsten unter den Ansar und hatte zahlreiche Kinder.  (Al-Bukhari and Muslim)
Der Prophet Gottes sagte zu ‘Abd ar-Rahman ibn ‘Awf, ‘Gott möge dich reich machen!’ Ibn Sa’d und al-Bayhaqi erzählen dies aus einer anderen Quelle und fügen hinzu: Abd ar-Rahman sagte ihnen, “Ich wurde so reich, dass ich unter jedem Stein, den ich aufhebe, Gold oder Silber finde.”35
Der Prophet Gottes betete für al-Baraqi. Dieser erreichte mit dem Handel ein derart hohes Niveau, dass er wusste, selbst wenn er Erde verkaufte, würde er auch daran verdienen.36
Abu ‘Uqayl sagte: Wenn sein Großvater ‘Abdullah ibn Hisham auf den Markt ging, um Weizen zu kaufen, traf er Ibn az-Zubayr und Ibn Umar, die ihn aufforderten: ‘Sei unser Partner! Weil der Prophet Gottes für dich um Reichtum gebetet hat’. Daraufhin teilte er den Weizen mit ihnen. Dennoch wurde die Ladung auf seinem Kamel nie leichter. Er kehrte damit nach Hause zurück.37
Call on your Lord humbly and secretly.
He does not love those who overstep the limits.
(Surat al-A'raf: 55)

Fussnoten

32. Al-Bukhari and Muslim
33. Sahih Bukhari, vol. 2, book 17, no. 126 and Sahih Muslim
34. Malik, Al-Muwatta', book 13, no. 13.1.2
35. Al-Bukhari and Muslim
36. As-Suyuti, Tahdhib al-Khasa'is, 847
37. Ibn Kathir, The Virtues and Noble Character of the Prophet Muhammad (saas) (Istanbul: Celik Yayinevi, 1982), 325.
38. Ibid., 316 and 327.
39. Al-Bukhari and Muslim
40. Al-Suyuti, Tahdhib al-Khasa'is, 851.
41. Ibid., 854.
42. Ibid., 856.

8. Gottes wundersamer Schutz des Propheten (s.a.w.s)

8. Gottes wundersamer Schutz des Propheten (s.a.w.s)

Wie wir gesehen haben, war der Prophet (s.a.w.s), noch bevor er das Wort Gottes darlegte, unter allen als al-Amin bekannt, was seine Vertrauenswürdigkeit zeigte. Leute, die in seiner Gemeinde lebten, vertrauten ihm bedingungslos und wählten ihn wegen seiner Güte und Gerechtigkeit als Schlichter für viele ihrer Probleme. Da er intelligent, vorwärts denkend, einsichtsvoll und sorgfältig war in allem, was er tat, hatte er den Respekt und die Verehrung von allen um ihn herum erworben. Als der Prophet (s.a.w.s) aber anfing, die Leute anzurufen, um an Gott zu glauben und ihren Götzen abzusagen, veränderte sich plötzlich die Einstellung vieler ungläubiger Mitglieder seiner Gemeinde.
Die Götzendiener reagierten auf den Ruf des Propheten (s.a.w.s) nach Gerechtigkeit und Wahrheit mit Beleidigungen, so wie es im Qur’an geschrieben steht:
Und sie sagen: "O du, auf den die Warnung (angeblich) herabgesandt worden ist, du bist wahrlich besessen! Warum bringst du uns keine Engel, wenn du glaubwürdig bist?" (Sure al-Hidschr: 6-7)
Der Prophet (s.a.w.s) wurde beschimpft, lächerlich gemacht und war vielen grundlosen Anschuldigungen ausgesetzt. Selbst unter diesen Umständen fuhr er ruhig fort, die Lehren des Qur’an zu verbreiten. Diese Lehren aber verursachten Mißgunst und Groll unter den Götzendienern, die von Ungerechtigkeit und Unterdrückung Profit zogen und fürchteten, daß sie ihren weltlichen Status, ihren Rang und materiellen Reichtum verlieren würden, wenn der Islam sich ausbreitete. Nur eine kleine Minderheit von Leuten sah ein, was für ein Segen der Prophet (s.a.w.s) und die Weisheit seiner Lehren war. Die Götzendiener unternahmen alles ihnen Mögliche, um dem Propheten (s.a.w.s) und denen, die glaubten, das Leben zu erschweren. Die Muslime wurden von den Menschen, unter denen sie lebten, boykottiert und sogar gefoltert und ermordet. Wegen diesem feindseligen Umfeld in Makkah waren der Prophet (s.a.w.s) und seine Gefährten gezwungen, nach Madinah auszuwandern.
Obwohl der Prophet und die Gläubigen von den Ansar von Madinah empfangen wurden, waren die Juden von Madinah weniger gastfreundlich. Es ist ein Zeugnis der Charakterstärke des Propheten (s.a.w.s), dass er niemals einen Groll gegen diejenigen hegte, die ihm übel wollten. Die gefährlichste Gruppe der Gegner des Propheten (s.a.w.s) in Madinah waren aber die Heuchler. Sie täuschten vor, dass sie glaubten, und verbrachten ihre Zeit mit dem Propheten (s.a.w.s), verschwörten sich aber mit den Ungläubigen gegen ihn. In Anbetracht dessen, dass die Sicherheit des Propheten (s.a.w.s) durch diese unterschiedlichen Gruppen von Menschen gefährdet war, war es ein großes Wunder, dass der Prophet (s.a.w.s) auf keinerlei Weise in diesem Kampf geschädigt wurde (mit Ausnahme einiger gebrochener Zähne und Wunden, die er am Tag von Uhud erlitten hatte).
Im Qur’an versprach Gott den Propheten (s.a.w.s) vor Leuten, die ihn schädigen wollten, zu beschützen:
Gott wird dich vor den Menschen beschützen; siehe, Gott leitet nicht die Ungläubigen. (Sure al-Ma'ida: 67)
Ask: "Who is going to shield you from Allah if He wills evil or mercy for you?" They will find no one to protect or help them besides Allah.
(Surat al-Ahzab: 17)
Gottes Versprechen wurde durch viele Wunder geoffenbart. Die Leugner, Götzendiener und Heuchler, die den Propheten (s.a.w.s) schädigen oder sogar töten wollten, waren nicht dazu in der Lage. Ihre Komplotte und Fallen wurden jedesmal vereitelt. Als die Muslime gezwungen waren, gegen die Ungläubigen zu kämpfen, beschützte Gott den Propheten (s.a.w.s) und unterstützte die Gläubigen gegen die offenbar stärkeren und größeren Armeen der Ungläubigen. Das Ergebnis war, dass die Gläubigen in ihrem Glauben bestärkt wurden und dass einige Ungläubige zum Islam übertraten. Der Prophet (s.a.w.s) war imstande, seine Mission bis zum Ende fortzuführen. Wie der Qur’an sagt, war dies ein Wunder, und es gibt viele Geschichten über den Propheten (s.a.w.s) in den Hadithen.

Die Ungläubigen konnten den Propheten (s.a.w.s) in Makkah nicht töten

Die Ungläubigen fühlten sich durch die Ausbreitung des Islam gefährdet, da er ihren Status und Reichtum gefährdete. Sie versammelten sich, um zu besprechen, wie sie den Propheten (s.a.w.s) überreden konnten aufzugeben, oder, wenn dies scheitern sollte, wie er zu töten sei. Gott wußte von diesen Komplotten und Plänen und fasste sie im Qur’an zusammen:
Und damals als die Ungläubigen Pläne gegen dich schmiedeten, um dich festzunehmen oder zu ermorden oder zu vertreiben: Sie schmiedeten Pläne und Gott schmiedete Pläne; doch Gott ist der Beste im Pläneschmieden. (Sure an-Anfal: 30)
But those of you who are obedient to Allah and His Messenger and act rightly will be given their reward twice over. We have prepared generous provision for them.
(Surat al-Ahzab: 31)
Anfangs boten die Ungläubigen dem Propheten (s.a.w.s) weltliche Vorteile an, so wie Reichtum und Position, als Anreiz die Verkündung seiner Botschaft aufzugeben. In seinem Musnad erzählt Ibn Abi Shaybah von diesem ungehörigen Angebot, das ´Uthbah dem Propheten (s.a.w.s) unterbreitete:
Wenn du Geld willst werden wir genug Geld einsammeln, so dass du der Reichste unter uns wirst. Wenn du Herrschaft willst, werden wir dich als unseren Herrscher nehmen und niemals über eine Angelegenheit ohne deine Zustimmung entscheiden. Wenn du ein Königreich willst, werden wir dich zum König krönen.
Da die Ungläubigen Reichtum und Macht sehr hochschätzten, gingen sie davon aus, dass der Prophet dieses offenbar großzügige Angebot annehmen würde.
Sie wünschen, dass du entgegenkommend bist, dann wollten auch sie entgegenkommend sein. (Sure al-Qalam: 9)
Der Prophet (s.a.w.s) war aber nur darum besorgt, Gottes Zustimmung zu gewinnen, und ersehnte nur seine Belohnung, darum schlug er alle ihre Angebote aus.
Nachdem sie gescheitert waren, den Propheten (s.a.w.s) mit materiellen Versprechen von seinem Vorhaben abzubringen, wurden die Ungläubigen wütend und fingen an, ein Komplott zu schmieden, um ihn gefangen zu nehmen. Gemäß Ibn Ishaq trafen sich die Quraysh und beratschlagten über den Propheten (s.a.w.s) und sagten sich:
“Ihr wisst zu welchem Ausmaß dieses Individuum gelangt ist”. Daraufhin begannen sie zu diskutieren. Einer von ihnen sagte: “Lasst uns ihn irgendwo einkerkern, sodass er zu niemandem spricht, und lasst uns ihn dort aufbewahren, bis er stirbt! Lasst uns ihm nur so wenig Essen geben um ihn am Leben zu erhalten!”
Muhammad is not the father of any of your men, but the Messenger of Allah and the Final Seal of the Prophets.
Allah has knowledge of all things.
(Surat al-Ahzab: 40)
Die Ungläubigen konnten allerdings zu keiner Übereinstimmung kommen und entschieden stattdessen ihn ins Exil zu schicken. Auch dies wurde als unangebracht angesehen, weil sie empfanden, dass Prophet Muhammad (s.a.w.s) die Unterstützung eines Arabischen Stammes in Anspruch nehmen würde, der sich dann an ihnen rächen würde. Abu Jahl, ein Onkel des Propheten (s.a.w.s), der dem Islam feindlich entgegen stand, schlug vor, dass es das Beste wäre, den Propheten (s.a.w.s) zu töten.38 So stark war sein Hass gegenüber seinem Neffen, dass er keine Gelegenheit ausließ, den Propheten (s.a.w.s) zu bedrohen.
Imam al-Bukhari erzählt hiervon im Folgenden über Ibn´Abbas:
Abu Jahl sagte: “Wenn ich Muhammad an der Ka´bah (Kaaba) beten sehe, werde ich auf seinen Nacken treten.” Als der Prophet davon hörte, sagte er: “Wenn er dies tut, werden ihn die Engel fortreissen.” ( Al-Bukhari)
Abu Jahl ging sogar soweit, diese Drohung wahrzumachen, und dieses Ereignis wird in der Seerah erzählt:
... Abu Jahl, einen schweren Stein schleppend, um seinen Eid zu erfüllen [ihn zu töten], staunte, als er sich dem Propheten näherte, der demütig in seinem Gebet vertieft war. Bevor Abu Jahl in der Lage war, nahe genug an den Propheten zu gelangen, wandte er sich in tödlicher Angst ab. Seine Hand begann, sich um den Stein zu verkrallen, woraufhin er ihn fallen ließ und so schnell er konnte davonlief. Quraysh eilte zu ihm und fragte ihn, was über ihn gekommen sei, woraufhin er ihnen antwortete, dass er ein angsteinflößendes Kamel gesehen hatte, mit einem entsetzlich großen Kopf, enormen Schultern und einem furchterregenden Satz von Zähnen, das aussah, als würde es ihn auffressen. Später erzählte der Prophet seinen Gefährten, dass das Kamel niemand anders als Jibril war, und wäre Abu Jahl geblieben, hätte es ihn in der Tat gefressen.39
Selbst als der Prophet (s.a.w.s) Vorbereitungen traf, Makkah zu verlassen, um nach Madinah zu gehen, gebrauchten die Ungläubigen diese Gelegenheit, ein Komplott zu schmieden, um ihn zu töten, als er sein Haus verließ. Sie baten starke junge Männer aus allen Stämmen, ausgestattet mit Waffen, sich vor dem Haus des Propheten (s.a.w.s) zu versammeln, um ihn zu töten. Der Plan bestand darin, dass alle Männer zugleich zuschlagen würden, sodass die Verantwortung für den Tod des Propheten (s.a.w.s) nicht auf einen Stamm alleine fallen würde. Der Engel Jibril (Gabriel) aber kam in jener Nacht zum Propheten (s.a.w.s) und teilte ihm mit, dass er nicht in seinem eigenen Bett schlafen solle. Der Prophet (s.a.w.s) bat Ali, dass er anstelle seiner an seinem Ort schlafen solle, wissend, dass seinem Neffen kein Schaden zukommen würde. Die jungen Männer hatten sich bereits außerhalb des Hauses des Propheten (s.a.w.s) versammelt, als er noch drinnen war. In genau dem Moment, als der Prophet (s.a.w.s) das Haus verließ, nahm Gott die Sicht der Männer, sodass niemand sah, dass er aufbrach. Die Männer warteten die ganze Nacht vor dem Haus des Propheten (s.a.w.s) und waren wütend, als am nächsten Morgen Ali aus dem Haus kam, und sie feststellten, dass ihr Plan, den Propheten (s.a.w.s) zu töten, komplett fehlgeschlagen war.40
Humanity's Reckoning has drawn very close to them,
yet they heedlessly turn away.
(Surat al-Anbiya': 1)

Die Wunder, die Gott in der Höhle vollbrachte, um den Propheten (s.a.w.s) zu schützen

Während Ali im Bett des Propheten (s.a.w.s) schlief, hielt sich der Prophet (s.a.w.s) im Haus eines engen Freundes auf, Abu Bakr. Zusammen brachen sie auf, um nach Madinah zu gehen. Der Prophet (s.a.w.s) wußte, dass der erste Ort, an dem die Götzendiener nach ihm suchen würden, die Madinah-Straße im Norden sein würde. Aus diesem Grund beschloß er, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Dies war die Straße nach Yemen, südlich von Makkah. Nachdem sie 6 Kilometer entlang dieser Straße marschiert waren, kamen sie zu dem Berg namens Thawr. Dies war ein hoher Berg, der schwer und gefährlich zu erklimmen war. Der Prophet (s.a.w.s) versteckte sich dort mit seinem zuverlässigen Freund Abu Bakr für 3 Nächte. Gemäß den Quellen wird diese Höhle im Berg Thawr ´Athal` genannt.41
In der Zwischenzeit blockierten die Quraysh alle Straßen und stellten bewaffnete Männer auf, die dort patroullierten, um den Propheten (s.a.w.s) zu finden. Männer, sowohl auf dem Pferd als auch zu Fuß, durchkämmten das Gebiet nach Fußabdrücken. Sie zerstreuten sich über die Berghänge und –täler. Auf ihrer Suche nach dem Propheten (s.a.w.s) kamen die Verfolger bis zum Eingang der Höhle. In dem Augenblick legte Prophet Muhammad (s.a.w.s) sein gesamtes Vertrauen in Gott, und, wie in anderen Situationen in seinem Leben, wurde auch hier dem Propheten (s.a.w.s) der Wille Gottes zuteil.
Als die Götzendiener letztlich auf ihrer Verfolgung des Propheten (s.a.w.s) und Abu Bakr den Eingang der Höhle erreichten, sahen sie am Eingang ein Spinnennetz und stellten fest, dass dort Tauben ihr Netz errichtet und Eier gelegt hatten.
O Prophet,
Allah is enough for you and for the believers who follow you.
(Surat al-Anfal: 64)
Die Quraysh schlossen daraus, dass niemand kürzlich die Höhle hätte betreten können, und wendeten sich ab. Dies war ein großes Wunder Gottes, der die Spinne dazu veranlasste, ein Netz am Höhleneingang zu weben, und die Tauben dort plazierte. Dem Propheten (s.a.w.s) und seinem Gefährten geschah in der Höhle nichts, und es ist sicherlich ein Wunder, dass Gott ihn mit unsichtbaren Armeen unterstützte und ihm ein Gefühl für Sicherheit und Wohlergehen gab. Der Qur’an berichtet:
Wenn ihr ihm nicht beisteht, (so bedenkt) dass ihm bereits Gott geholfen hat als ihn die Ungläubigen vertrieben - als beide in der Höhle waren, und als er zu seinem Gefährten sprach: "Sei nicht traurig! Siehe, Gott ist mit uns." Da sandte Gott Seinen großen Frieden auf ihn nieder und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht. Und Er machte das Wort der Ungläubigen unterlegen und Gottes Wort überlegen. Und Gott ist mächtig und weise. (Sure at-Tauba: 40)
Im Tafsir Ibn Kathir wird dieses Wunder wie folgt erklärt:
Gott sagt “wenn ihr ihm nicht beisteht”, das bedeutet, dass es egal ist, dass ihr dem Propheten Muhammad nicht geholfen habt, denn Gott half ihm wie er ihm half als “ihn die Ungläubigen vertrieben - als beide in der Höhle waren”. Diese Ausweisung ist ein Hinweis auf das Jahr, in dem die Götzendiener versuchten, den Propheten zu töten. Er entkam ihnen, mit seinem Gefährten. Sie beide verbargen sich für 3 Nächte in der Höhle von Thawr, während der zahlreiche Feind in fruchtloser Suche nach ihnen herumstreifte. Es war dann, als Abu Bakr Angst hatte, dass die Ungläubigen sie nicht sehen und ihnen Schaden zufügen würden. Der Prophet aber war sich sicher ob des Schutzes und der Unterstützung Gottes, und so beruhigte er Abu Bakr.
Mit der Ermächtigung durch Anas berichtete Imam Ahmad, dass Abu Bakr as-Siddig sagte: Ich war in Begleitung des Propheten in der Höhle, und als ich die Ungläubigen sah, sagte ich: ´Bote Gottes! Wenn einer von ihnen (den Leugnern) zu seinen Füßen schauen würde, würde er uns unter seinen Füßen sehen.` Er sagte: ´Was denkst Du über zwei (Menschen), von denen der dritte Gott ist?` (Al-Bukhari und Muslim schrieben den selben Hadith.)
Deswegen sagt Gott, “Da sandte Gott Seinen großen Frieden auf ihn nieder”, das bedeutet, dass Er Seinen Frieden, Seine Ruhe und Unterstützung hinab zum Propheten schickte. Und “stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht seht”, das bedeutet die Engel. Was den Vers “Und Er machte das Wort der Ungläubigen unterlegen und Gottes Wort überlegen” angeht, sagte Ibn Abbas: “Das Wort der kuffar bezieht sich auf die Gemeinschaft der Partner mit Gott, während das Wort Gottes sich auf ´La ilaha ill'Allah` bezieht.”42
… and sent a Messenger to them from themselves: "Worship Allah. You have no deity other than Him. So will you not have fear of [and respect for] Him?"
(Surat al-Mu'minun: 32)

Gott unterstützte den Propheten (s.a.w.s) und die Gläubigen während der Schlacht

Die Offenbarung des Qur’an an den Propheten (s.a.w.s) dauerte 23 Jahre. Während der ersten 13 Jahre lebten die Muslime unter den Götzendienern von Makkah und litten unter großer Unterdrückung. Viele Muslime wurden körperlich gefoltert, einige wurden getötet, anderen wurden ihre Häuser und Besitztümer geplündert und sie waren ständig Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Trotz all diesem lebten die Muslime, ohne Gewalt zu ergreifen, stets versuchend, mit den Götzendienern Frieden zu schließen. Schließlich, als der Druck durch Götzendiener unerträglich wurde, zogen die Muslime in die Stadt Yathrib (später Madinah genannt) und gründeten mit beiden, den Arabern und den Juden, ihre eigene Gesellschaft. Gott gab sodann den Muslimen die Erlaubnis sich selbst zu verteidigen, wenn sie von den Ungläubigen standen. Als die Ungläubigen gegen die Muslime Krieg führten, unterstützte Gott den Propheten (s.a.w.s) mit vielen psychologischen, spirituellen und physischen Wundern, um ihm zu helfen, dass er sich selbst verteidigte und den Islam ausbreitete.
Der Prophet (s.a.w.s) war ein tapferer Mensch, der im offenen Kampf kämpfte und dem Feind persönlich von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand. Obwohl er in der ersten Reihe kämpfte, wurde er nie getötet und kehrte durch ein Wunder Gottes unverletzt aus der Schlacht zurück. Ibn Hanbal, At-Tabarani und Abu Nu'aym erzählen das Folgende in Bezug auf dieses Wunder von Abu Jad´an:
Ich sah den Propheten. Ein Mann wurde zu ihm gebracht. “Dieser Mann wollte Euch töten” sagten sie. Daraufhin sagte der Prophet Gottes: “Habt keine Angst! Habt keine Angst! Selbst wenn ihr es gewünscht hättet, hätte Gott es nicht zugelassen, dass Ihr mir Ärger bereitet.”43
Obwohl er wußte, dass er das Ziel der Götzendiener und Lügner war, versicherte der Prophet stets, dass die Gläubigen in Sicherheit waren. Der Prophet selbst wußte, dass er auf dem Schlachtfeld unter Gottes Schutz stand, und er gab sich Ihm in seine Hände, niemanden fürchtend außer Ihm.
Die beachtenswerteste Schlacht, bei der Gott dem Propheten (s.a.w.s) und den Gläubigen zur Seite stand, war die Schlacht von Badr, welche im Ramadan des zweiten Jahres nach der Hijrah gefochten wurde. Hier stand Gott dem Propheten (s.a.w.s) und den Gläubigen mit psychologischen, spirituellen und physischen Wundern zur Seite, die begannen noch bevor die Kämpfe angefangen hatten.
Und auch bei Badr half euch Gott, als ihr verächtlich erschient; darum fürchtet Gott: vielleicht seid ihr dankbar. (Sure Al 'Imran: 123)
O Messenger, transmit what has been sent down to you from your Lord. If you do not, you will not have transmitted His Message. Allah will protect you from people. Allah does not guide the unbelievers.
(Surat al-Ma'idah: 67)
Bevor die beiden Seiten tatsächlich den Kampf anfingen, sahen beide, die Ungläubigen und die Gläubigen, die Armee des jeweils anderen kleiner als sie tatsächlich war. Dies wird im Qur’an beschrieben:
Gott zeigte sie dir in deinem Traume als wenig zahlreich; hätte Er sie dir als sehr zahlreich gezeigt, wahrlich, ihr wärt kleinmütig gewesen und hättet über die Sache miteinander gehadert. Gott aber bewahrte euch (davor). Siehe, Er kennt das Innerste der Brüste. Und beim Zusammentreffen ließ Er sie in eueren Augen als wenige erscheinen und verkleinerte euch in ihren Augen, damit Gott eine Sache vollendete, die geschehen sollte. Und zu Gott kehren alle Dinge zurück. (Sure al-Anfal: 43-44)
Hinter diesem Wunder Gottes steckte eine große Weisheit. Als die Muslime sahen, dass die Armee der Götzendiener weniger zahlreich war als in Wirklichkeit, gab es ihnen Stärke und erhöhte ihre Moral. Und als die Ungläubigen die Muslimische Armee sahen, dass sie in der Unterzahl zu ihrer war, wurden sie nachlässig und dazu verleitet zu glauben, dass sie auf leichte Weise siegreich sein würden. Ibn Kathir interpretiert den Vers wie folgt:
Gottes Vers “Und beim Zusammentreffen (mit der Armee der Ungläubigen) ließ Er sie in eueren Augen als wenige erscheinen” zeigt die Barmherzigkeit und Güte Gottes gegenüber seinen gläubigen Sklaven. Er brachte die Muslime dazu, die Götzendiener von Quraysh als wenige in ihren Augen zu sehen, um sie zu ermutigen die Ungläubigen anzugreifen. Abu Ishaq as-Sabi'i erzählte, dass Abdullah Ibn Mas'ud sagte: Gott zeigte uns die Armee der Qurayshi als wenige in unseren Augen, sodass ich einen Mann fragte, der zu meiner Seite stand: ´Es sind 70, oder?`. Und er sagte: ´Nein, es sind 100.` Wir nahmen uns dann einen Mann der Qurayshi Armee und fragten ihn bezüglich ihrer Anzahl. Er sagte: ´Wir waren 1000 Kämpfer.` ... Gott hatte die Gegenerschaft zwischen den Muslimen und den Ungläubigen angereizt und verursacht, dass jede Partei in den Augen der anderen kleiner erschien, sodass sie die Schlacht nicht fürchteten.44
Put your trust in the Almighty, the Most Merciful, He Who sees you when you stand up to pray and your movements with those who prostrate. He is the All-Hearing, the All-Knowing.
(Surat al-Shu'ara': 217-220)
Die Schlacht von Badr stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des Islam dar. Die Muslime hätten in der Nacht vor der Schlacht besorgt und ängstlich sein müssen, mit unruhigem Schlaf. Dennoch schliefen sie diese Nacht gründlich und erholsam, sodass sie erfrischt und ruhig aufwachten. Auch dies war ein Wunder Gottes:
(Erinnert euch) als euch dann Schlaf überkam, wie als Zusicherung von Ihm. … (Sure al-Anfal: 11)
Auch schickte Gott diese Nacht Regen über die Muslime hinab. Auch hier stand große Weisheit dahinter, wie im Qur’an erklärt:
... und Er vom Himmel Regen auf euch hinabsandte, um euch damit zu reinigen und euch von den Einflüsterungen des Satans zu befreien und im Innersten zu festigen und eueren Schritten Halt zu geben. (Sure al-Anfal: 11)
Der leichte Regen erfrischte die Muslime, und gab ihnen Wasser zum Trinken und für Wudu´. Der Ort, an dem die Muslimische Armee ihr Lager aufgeschlagen hatte, war sandig, und so war es schwer, auf ihm zu gehen, da ihre Füße in den Boden sanken. Das Regenwasser trug dazu bei, dass der Boden fest wurde, was den Muslimen erleichterte voranzugehen und ihren “Schritten Halt zu geben”. Daher war die Moral der Muslime hoch, noch bevor die Schlacht begonnen hatte, und ihre Herzen waren ruhig.
Als die Schlacht dann tatsächlich begonnen hatte, flehte der Prophet (s.a.w.s) Gott an ihm und den Muslimen zu helfen. Gott reagierte unmittelbar auf die Bitte des Propheten (s.a.w.s), indem Er eine große Anzahl von Engeln herabschickte, um die Anzahl der Muslime aufzublähen und ihnen beim Kämpfen beizustehen.
(Erinnert euch) als ihr zu euerem Herrn um Hilfe schriet und Er euch antwortete: "Siehe, Ich werde euch mit tausend Engeln helfen, einer dem anderen folgend, "Sagte Gott dies als Freudenbotschaft und um damit euere Herzen zu beruhigen; denn der Sieg kommt ja nur von Gott. Siehe, Gott ist mächtig und weise. (Sure al-Anfal: 9-10)
In seinem Kommentar beschreibt as-Sabundi die Hilfe der Engel wie folgt:
Indem er sagte, dass er beistehen würde “mit tausend Engeln helfen, einer dem anderen folgend”, offenbarte Gott, dass er sein Gebet erhört hatte. Kommentatoren sagen, dass gemäß dem Hadith Jibril (Gabriel) 500 Engel herabbrachte und mit ihnen am rechten Flügel der Armee kämpfte. Auch Mika´il brachte 500 Engel. Sie kämpften am linken Flügel der Armee. Abgesehen von Badr war es nicht möglich festzustellen, bei welchen Schlachten die Engel mitkämpften. In anderen Schlachten kamen die Engel herab, um die Anzahl der Muslime größer wirken zu lassen, aber sie kämpften nicht.
Put your trust in the Living One Who does not die,
and glorify Him with praise.
(Surat al-Furqan: 58)
Omer Nasuhi Bilmen führt weiter aus:
Der Prophet betete mit den Worten “Herr! Gewährt mir den Sieg, den Ihr versprochen habt”, und fiel in einen leichten Schlummer und wachte unmittelbar mit einem Lächeln auf. Er richtete sich an Abu Bakr, der zu seiner Seite war. “Eine Freudenbotschaft, Abu Bakr! Jibril und eine große Anzahl Engel sind zu unserer Unterstützung gekommen” sagte er. Er zog sodann seine Rüstung an und verließ das Zelt. Eine Anzahl Muslimischer Krieger war besorgt über die Anzahl der größeren feindlichen Armee, die an den Kämpfen teilnehmen würde. Daraufhin wurde die Freudenbotschaft mitgeteilt, dass den Muslimen Hilfe zukommen würde durch die Anwesenheit Gottes anhand von Engeln. Gemäß dem Bericht stieg in diesem Moment ein starker Wind auf und niemand konnte etwas sehen. Dies war ein Zeichen, dass Jibril (Gabriel) und eine große Anzahl Engel zum Schlachtfeld gekommen waren. Diese Engel ritten auf weißen Pferden und erschienen in der Gestalt von weißen und gelben Menschen, und sie nahmen physisch an der Schlacht von Badr teil.
Während der Schlacht von Badr kamen erst 1000 Engel, um den Muslimen beizustehen, dann 2000, und dann 3000, bis ihre Anzahl schließlich 5000 erreichte.45
Die Wirkung, die Gläubigen mit Engeln zu unterstützen, war zweifaltig: auf der einen Seite half dies den Muslimen, und es flößte den Herzen des Gegners Schrecken ein. Ibn Kathir schließt dies mit in seinen Kommentar ein:
Abu Hurayrah berichtete, dass der Prophet sagte: “Mir wurde geholfen durch Schrecken (eingeflößt in die Herzen meiner Gegner) und mir wurden präzise umfangreiche Worte gegeben.”  (Muslim)46
Der Qur’an erklärt wie in der Schlacht von Badr die Ungläubigen, die zuvor die Muslime als wenige gesehen hatten, die Muslimischen Armee kleiner sahen, als sie tatsächlich waren:
Für euch gab es bereits ein Zeichen, als zwei Gruppen aufeinander stießen: Eine Gruppe kämpfte auf Gottes Weg, die andere war ungläubig. Die letzteren sahen sie mit eigenen Augen als doppelt soviel als sie selber. Und Gott stärkt mit Seiner Hilfe, wen Er will. Siehe, hierin ist wahrlich eine Lehre für die Verständigen. (Sure Al 'Imran: 13)
Durch ein Wunder Gottes sahen die Ungläubigen doppelt so viele Muslime als sie selbst waren, und dies bewirkte, dass sie ängstlich wurden und in Panik gerieten. Dies war eine weitere Weise, wie Gott den Muslimen half und die Ungläubigen erniedrigte.
Auch in anderen Schlachten wurden Engel geschickt, um die Anzahl der Gläubigen aufzublähen, sodass die Muslimische Armee zahlreicher und stärker erschien. Der folgende Vers bezieht sich auf die Schlacht von Hunayn, gefochten im 8-ten Jahr nach der Hijrah:
Doch dann sandte Gott Seine große Ruhe auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen nieder und schickte Heerscharen herab, die ihr nicht saht, und strafte die Ungläubigen. Das ist der Lohn der Ungläubigen. (Sure at-Tauba: 26)
Sir Edward Landseer's painting "The Arab Tent," dated 1866.
Während der Zeit des Propheten war es ein Wunder, dass die Muslime fühlten, dass sie nicht ängstlich und zögerlich wurden, als sie den feindlichen Armeen gegenüber standen. Der Qur’an erzählt uns, dass die Ungläubigen viele starke Männer zusammenbrachten, um die Muslime zu verletzen und zu unterdrücken, die in der Unterzahl waren. In dieser Situation wandten sich die Muslime ergebenst an Gott und legten ihr Vertrauen in Ihn. Auf grund seines Schutzes und seiner Unterstützung waren sie reichlich gesegnet und hatten eine sichere Rückkehr. Dies war ein weiteres Wunder, das Gott den Muslimen in der Schlacht gab, zahlreiche starke und standhafte Krieger zu besiegen.
O du Prophet! Feuere die Gläubigen zum Kampf an! Sind auch nur zwanzig Standhafte unter euch, können sie zweihundert überwinden. Und wenn unter euch hundert sind, so können sie tausend der Ungläubigen überwinden, weil diese ein Volk ohne Einsicht sind. Für jetzt hat es euch Gott leichter gemacht; denn Er weiß um euere Schwäche. Wenn also unter euch hundert Standhafte sind, sollen sie zweihundert überwinden; und wenn unter euch tausend sind, sollen sie mit Gottes Erlaubnis zweitausend überwinden. Und Gott ist mit den Standhaften. (Sure al-Anfal: 65-66)
Ein Kommentar im Qur’an fasst die Gründe zusammen, weshalb Gott den Muslimen so starke Unterstützung beistellte – die Tatsache war, dass sie taqwa (Gottesfurcht) und sabr (Beharrlichkeit) besaßen.
Nachdem der allmächtige Gott uns verboten hat Vertraute außerhalb unserer eigenen Leute zu nehmen und uns die Gründe genannt hat, versprach Er, dass Er alle Fallen und Fallstricke der Ungläubigen zunichte machen würde, solange wir taqwa hätten und beharrlich wären. Er wies zwei Gelegenheiten hin, in denen er als der Beschützer der Gläubigen agierte, die eine am Tag von Uhud, die andere am Tag von Badr. An diesen beiden Tagen vereitelte Gott die Fallen und Fallstricke der Ungläubigen, wegen der Taqwa und Beharrlichkeit der Gläubigen. Der Beweis, dass diese beiden Zwischenfälle als Beispiele angegeben wurden, dass Gott als Beschützer der Gläubigen handelte und die Fallen und Fallstricke ihrer Gegner zunichte machte, liegt in der Tatsache, dass Standhaftigkeit und Taqwa im vorangehenden Vers genannt werden: “Aber wenn ihr standhaft und gottesfürchtig seid, kann ihre List euch nichts anhaben.”47
Für ihre Taqwa und ihr Sabr wurden die Muslime mit Seelenfrieden und spirituellem sowie materiellem Wohlergehen belohnt.
Diejenigen, zu denen die Leute sagten: "Passt auf! Die Leute haben sich bereits gegen euch zusammengeschart: Nehmt euch vor ihnen in Acht!" Diese wurden im Glauben nur stärker und sprachen: "Uns genügt Gott. Er ist unser bester Garant!" Sie kehrten mit Gottes Gnade und Huld zurück, ohne dass sie ein Übel getroffen hätte, und sie strebten nach dem Wohlgefallen Gottes; und Gott ist voll großer Huld. (Sure Al 'Imran: 173-174)
Trotz der Tatsache, dass den Götzendienern alle notwendigen Mittel zur Verfügung standen, ihre Pläne umzusetzen, waren sie dennoch erfolglos. Dies, weil der Prophet (s.a.w.s) eine gesegnete Person war, die unter dem Schutz Gottes handelte. Gott entschied, dass sie auf wundersame Weise dem Propheten (s.a.w.s) keinen Schaden zufügen konnten:
... kann ihre List euch nichts anhaben. Siehe, Gott umschließt alles, was sie tun. (Sure Al 'Imran: 120)
Allah has written: "I will be victorious, I and My Messengers."
Allah is Most Strong, Almighty.
(Surat al-Mujadalah: 21)
In anderen Versen versprach Gott, dass dem Propheten (s.a.w.s) niemand jeglichen phyischen oder spirituellen Schaden zufügen könne:
Und ohne Gottes Gnade und Barmherzigkeit gegen dich hätte ein Teil von ihnen gewiss versucht, dich irrezuführen. Aber sie führen nur sich selber irre, ohne dir das geringste zu schaden. Und Gott hat die Schrift und die Weisheit hinabgesandt und hat dich gelehrt, was du nicht wusstest. Und Gottes Gnade gegen dich war groß. (Sure an-Nisa': 113)
Sie lauschen jeder Lüge und verschlingen Unerlaubtes! So sie zu dir kommen, richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab. Wenn du dich von ihnen abwendest, werden sie dir nichts zuleide tun. Und wenn du richtest, richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit. Siehe, Gott liebt die Gerechtigkeit Übenden. (Sure al-Ma'ida: 42)
Remember when you called on your Lord for help and
He replied to you: "I will reinforce you with a thousand angels riding rank after rank."
(Surat al-Anfal: 9)

Fussnoten

43. Al-Serah Al-Nabaweyyah, Ibn Hesham, vol. 1, pp. 293-294.
44. Encyclopedia of Seerah: Muhammad (saas), 3:104.
45. Al-Suyuti, Tahdhib al-Khasa'is, 316.
46. Al-Bukhari
47. Shaykha Anne Khadeijah Darwish and Shaykh Ahmad Darwish, The Millennium Biography of Muhammad (saas) The Prophet of Allah, www.Allah.com.
48. Bilmen, Turkish Translation of the Qur'an, 3:1270.
49. Tafsir Ibn Kathir, abridged by Sheikh Muhammad Nasib Ar-Rafa'i (London: Al-Firdous Ltd., 2002), 145-46; hadith from Musnad Ahmad, Sahih al-Bukhari: 3653 and Sahih Muslim: 2381.
50. Tafsir of Jalalayn, tr. Ibrahim Serdar [Istanbul: Yusuf Sensoy Fatih Enes Publishings, 1997], 2:670.
51. Bilmen, Turkish Translation of the Qur'an, 1:451.
52. Sabuni, Safvetut Tefasir (Safawat al-Tafasir) [Ensar Nesriyat], 2:404.
53. (Sahih Muslim: 523; Ibn Kathir, Tafsir Ibn Kathir, 115.)
54. Said Havva, Al-Asas fi al-Tafsir [Istanbul: Samil Yayinevi, 1991], 2:444
55. Tafsir al-Jalalayn, 1:187
56. Ibn Kathir, Tafsir Ibn Kathir, 125-26.
57. Muhammad Ali al-Sabuni, Tafsir al-Sabuni [Istanbul: Ensar Nesriyat, 1992], 2:427.
58. Ibn Kathir, Tafsir Ibn Kathir, 10:40-41